Alois Riedl

„Kein Bild, keine Struktur gleicht der anderen, und doch sind sie demselben Grundverständnis von Körperlichkeit verpflichtet. Allen gemeinsam ist jene Leidenschaftlichkeit, die Alois Riedl seit jeher begleitet, die keine Kompromisse eingeht, sondern in emsiger Beharrlichkeit stets aufs neue übermächtige Stillleben der Zeitlosigkeit anvertraut.
[] Alois Riedl ist ein unbeirrbarer Künstler, der sich und seinem Werk über viel Jahrzehnte treu geblieben ist, der nicht nachgibt den fordernden Blicken zeitgeistiger Kunstkritik, sondern der sich selbst und seiner Welt die Treue hält."

(Wilfried Seipel, Vorwort zum Ausstellungskatalog des KHM Wien Wien, 2000)


„[] Riedl ist ein Malhandwerker im Sinne des alten Cézanne, der von den Notwendigkeiten seines Bilderschaffens gemein herausgefordert und gestresst wird. Er ist ein Arbeiter, der sich mit seiner Arbeit plagt, weil sie bestehen soll; einer, der zu genau weiß, was er will, um sich etwas durchgehen zu lassen, was er vielleicht nicht unbedingt so haben will. Einer auch, der sich mit seinen Themen nicht anbiedert, der sie nicht malt, um wohlgefällig vorzukommen.
[] Nämlich dass man zunehmend dort etwas findet und schätzt, wo es für das hurtige Hinschauen so wenige zu finden gibt, ist vielleicht das Erstaunlichste am erstaunlichen Phänomen dieses Malers mit seinem schwierig schönen, schönschwierigen Werk ”

(Otto Breicha über Alois Riedl, Parnass, 2/95)