Evelyn Gyrcizka

„ Der auf die Ruhe ausgerichtete Wesenszug von Evelyn Gyrcizkas Malerei nährt sich aus der Kraft ihrer Zeichnungen, in denen sie in ihr begründete Befindlichkeiten als schriftartige Formabläufe aufzeichnet, ohne sie gestalterisch zu bearbeiten. Die daraus entstehenden Ergebnisse sind Zeugnisse wahrhaftiger Selbstforschung, Berichte des Blickes nach innen im Anklang an automatische Niederschriften. Ihre Textilkunst, Malerei und Zeichnung ergeben im Zusammenspiel ein künstlerisches Gesamtwerk, das sich immer wieder aus sich selber und weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen belebt.”

(Katalog „Evelyn Gyrcizka. Malerei. Tapisserie. Objekt.” 1995)


Gemeinsam leben & arbeiten. Ein Künstlerpaar zeigt in Perg seine Arbeiten

Dass die Kunst das Leben und das Leben die Kunst beeinflusst, kann man in der Galerie Pehböck in Perg anschaulich nachvollziehen.
Evelyn Gyrcizka und Gerhard Müller sind seit vielen Jahren ein Paar. Beide unterrichten an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. In einer gemeinsamen Ausstellung in der Galerie Pehböck zeigt das Künstlerpaar nun einen repräsentativen Querschnitt seiner Arbeiten.
„Unser gemeinsamer Lebensmittelpunkt sind unsere Partnerschaft, unser Haus und unser Garten, aber bei der künstlerischen Arbeit gehen wir eigene Wege,” erklärt die Künstlerin Evelyn Gyrcizka. Die verschiedenen Wege sind in den Arbeiten von Gyrcizka und Müller zu sehen: Sie drückt sich in ihren Arbeiten abstrakt aus und verwendet gerne textile Grundstoffe. Er erzählt in lyrischen Bildern Geschichten, die auf figurale Darstellungen zurückgreifen. Und doch lassen sich viele Gemeinsamkeiten in ihren Werken erkennen. Beide strahlen in ihren Bildern dieselbe Ruhe aus, die sich auch im Gespräch mit ihnen erkennen lässt. Dezente Erdfarben beherrschen die Farbgebung. Plakative, grelle Grundfarben meiden beide Künstler.
Am intensivsten bemerkt man die starke Bindung des Paares, wenn sie von den vielen gemeinsamen Ausstellungen erzählen. Müller: „Wir wählen die Bilder, die ausgestellt werden sollen, miteinander aus und hängen sie immer zu zweit. Wir ergänzen uns. Auch bei Einzelausstellungen begleiten wir uns gegenseitig.” []

(Clemens Lackner, Kirchenzeitung Linz)


"Evelyn Gyrcizka ist Textilkünstlerin, sie ist bekannt für ihre Tapisserien und Gobelins. Das Material Papier ist da sehr nahe liegend, zumal das textile Element durch Nähte, Stiche und dergleichen strukturierend mitgestaltet. Ihre Arbeiten überzeugen durch Eindringlichkeit und Schlichtheit. Nichts Überflüssiges stört die klare Form, eine gibt keine Schnörkel und überflüssige Details. Es ist eine Poesie der Einfachheit und Stille (...)"

(aus: http://www.noedok.at/ausstell2001/papier/papier.htm)