Wolfgang Zöhrer

"Ich bin froh um jeden Anlaß, der sich bietet, um das Werk Wolfgang Zöhrers einem breiten Publikum näher zu bringen.
Ich erinnere mich, es war Mitte der Siebziger Jahre auf einer kleinen Ausstellung in einer Studentenbude, als ich das erstemal mit dem Werk Zöhrers und mit ihm selber zusammentraf. Seither ist die Faszination, die seine Arbeiten auf mich ausüben, von Treffen zu Treffen größer geworden.
Die Zöhrerwelt ist voll von Monstern, Riesen, Drachen, geheimnisvollen Maschinen, modernen Schauerwerkstätten, es haftet seinen Zeichnungen und Lithos etwas Kubinisches an. Sie tragen jedoch keine Todeszüge, sondern sind in ihrer Schaurigkeit und Untierhaftigkeit auch schon wieder lustig.
Deshalb habe ich auch eine seiner Eisenplastiken vor meiner Haustür aufgestellt. Sie kann böse Geister abwehren und dem Gast die (Eisen)-Hand reichen, sie fletscht die Zähne und lacht zugleich dem Gutgesinnten unter der Stupsnase heraus an. Heute fasziniert mich der Lebensstil Zöhrers, sein Verheiratetsein mit der Kunst, die Akribie, mit der er sich seiner Hausorgel widmet und, wie er selbst sagt
"Mit zunehmender Jugend entwickelte ich eine immer heftiger ausufernde zeichnerische Besitzgier und bin seit kurzem Phantasiemillionär"."

(Dr. Franz Fischler, "Wolfgang Zöhrer, Druckgraphik und Zeichnung 1970 - 1994", Publikation der Galerie Thiele, Linz)


"Ein skurriler Mensch, - ein Einzelgänger, - kein Avantgardist, - ein weltfremder Egozentriker, - ein humorvoller Zeitgenosse, kein Scharlatan, ein Heimatmaler, ein genialer Druckgrafiker, -ein liebenswürdiger Anachoret, - kein Experimentierer, - ein leidenschaftlicher Zeichner, - ein schwieriger Mitmensch, - ein Phantast, - einer, der mit beiden Beinen am Boden steht, - kein Barrikadenstürmer, - ein Egoist, - ein Stück verlorene Geschichte, - ein Künstler, mit dem man noch etwas anfangen kann, - einer mit schwarzem Humor, - ein unermüdlicher Arbeiter, - kein Weltverbesserer, - eine literarische Figur, - ein ..., -ein..."

(Karin P. "Über den Künstler Wolfgang Zöhrer", aus Oberösterreichischer Kulturbericht 1979, Folge 24, 33. Jahrgang)